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SOZIALES
Presseaussendung vom 14.02.2011

Wettbewerb für Hortzubau bei der Harbachschule

Platz für acht Hortgruppen und Räumlichkeiten für die Neue Mittelschule – Fertigstellung bis Herbst 2013

Eine wesentliche Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes im Linzer Stadtteil Harbach wird ab Herbst 2013 der Hort Harbachschule mit acht Gruppen für 184 Kinder bringen. Der Hort Leonfeldner Straße, in dem derzeit 84 Kinder der Volksschule Harbachschule (230 SchülerInnen in 13 Klassen) betreut werden, kann dann aufgelassen und in einen Kindergarten mit Krabbelstube umgewandelt werden. Im neuen Hortgebäude wird auch die seit Herbst 2010 als Neue Mittelschule geführte Hauptschule Harbachschule (170 SchülerInnen in acht Klassen) Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung und Mittagsausspeisung sowie einen Zeichensaal und einen EDV-Raum erhalten.

Für den Neubau hat die Stadt Linz einen geladenen Realisierungswettbewerb veranstaltet, an dem acht Büros teilnahmen. Als Siegerprojekt (vorbehaltlich der formalen Prüfung nach dem Bundesvergabegesetz) wurde am 10. Februar 2011 ein Entwurf des Linzer Architekturbüros Kienesberger - Schröckenfuchs ausgewählt. Er setzt das Prinzip der fingerförmig in den Grünraum ragenden Baukörper des Schulkomplexes fort und besticht unter anderem durch große Freiterrassen im Obergeschoß. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2012 geplant. Die Baukosten betragen voraussichtlich rund 5,5 Millionen Euro.

„Mit diesem Projekt verbessern wir das Betreuungsangebot im nördlichen Urfahr. Das hilft mit, Beruf und Familie besser vereinbaren zu können“, hebt Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger die Bedeutung des Hortneubaus hervor. „Das Projekt Hort Harbachschule bietet hohe architektonische Qualität und zählt zu den größten aktuellen Bauvorhaben im Sozialbereich“, betont Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr.

Anforderungen an Planung und Architektur

Planungsgebiet für den Hortzubau war der Nordwesten des Schulkomplexes der Harbachschule, der an den Hauptschultrakt grenzt.

Gefragt war eine funktionelle und effiziente Lösung. Der achtgruppige Hort soll mit der Hauptschule verbunden werden, jedoch autark funktionieren. Eine gemeinsame Verteilerküche für das Mittagessen und die mögliche Benützung eines Speiseraumes als Erweiterungsfläche für Schulveranstaltungen bildeten weitere Vorgaben für die Planung.

Raum- und Funktionsprogramm

Im Raum- und Funktionsprogramm für den Hort sind unter anderem acht Gruppenräume für je 23 Kinder, zwei auch für die Mittagsverpflegung genutzte Mehrzweckräume für je zwei Hortgruppen, zwei Gymnastik- und Bewegungsräume sowie entsprechende Nebenräume vorgesehen. Die für den Hort geplante Nutzfläche beträgt rund 1 100 Quadratmeter.

Für die Neue Mittelschule galt es, einen Ausspeisungsraum mit mobiler Trennwand zur Hortausspeisung, drei Gruppenräume für die Nachmittagsbetreuung sowie einen Zeichenraum und einen EDV-Raum mit insgesamt 333 Quadratmetern Nutzfläche einzuplanen.

Beurteilungskriterien für die Juryentscheidung

Beurteilungskriterien der Jury bildeten unter anderen die städtebauliche, architektonische und baukünstlerische Lösung (Gliederung und Gestaltung der Baukörper und Außenräume, Berücksichtigung der Umgebung, Verkehrslösung), weiters die Funktionalität des Bauwerks, speziell die Erfüllung und Umsetzung des Raum- und Funktionsprogramms bei optimaler Zuordnung der einzelnen Funktionsbereiche sowie Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz.

Siegerprojekt

Das Siegerprojekt des Linzer Büros Marco Kienesberger – Michael Schröckenfuchs setzt die fingerförmig in den Grünraum ragende Bebauungsstruktur der Volksschule und der Neuen Mittelschule fort. Die funktionale Gliederung bezeichnet die Wettbewerbsjury als optimal gelöst, auch die Trennung von Neuer Mittelschule und Hort ist überzeugend.

Als architektonisches Bindeglied zwischen dem bestehenden Gebäude der Neuen Mittelschule und dem lang gestreckten Hortgebäude dient ein separater, kleiner Baukörper. Er wird im Erdgeschoß unter anderem einen Technikraum, im ersten Obergeschoß den neuen EDV-Raum der Schule und eine Leseecke und im zweiten Obergeschoß den Zeichensaal beherbergen. Das Bauwerk ist im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß durch verglaste Gänge mit dem Hortgebäude verbunden.

Der Zugang zu Schule und Hort erfolgt über den Schulhof. Durch das zweigeschoßige Foyer können die SchülerInnen der Neuen Mittelschule ihre Ausspeisungs- und Nachmittagsbetreuungsräume im ersten Obergeschoß ohne Umweg über Horträumlichkeiten erreichen.

Im Erdgeschoß finden acht Hortgruppen sowie die ihnen zur Verfügung stehenden Mehrzweck- und Gymnastikräume Platz. Den Gruppenräumen sind großzügige Terrasseninseln und Grünflächen vorgelagert. Der Grünraum soll naturnah gestaltet werden.

Im ersten Obergeschoß befinden sich über dem Eingang die durch eine mobile Trennwand gegliederten Ausspeisungsräume für Schule und Hort mit großer Terrasse für das Speisen im Freien. Sie nehmen rund ein Drittel der Geschossfläche ein. Die übrigen zwei Drittel werden für drei Nachmittagsbetreuungsräume der Neuen Mittelschule und große Terrassenflächen genutzt. Hier finden ein Lesebereich, ein Lehrgarten, Kräuter-, Gemüse- und Blumenbeete ebenso Platz wie eine Freiluftbühne. Dieses Konzept fand bei der Jury großen Anklang. Die Dachfläche wird zur flexibel nutzbaren Spielfläche inmitten des umgebenden Grünraums.

Wettbewerbsjury

Fachpreisrichter

Architekt DI Josef Hohensinn (hohensinn architektur, Graz), Vorsitzender der Wettbewerbsjury
Architekt DI Bernhard Marte (marte.marte Architekten, Weiler), Mitglied des Beirats für Stadtgestaltung
Architektin DIin Christine Konrad (Spittelweise Architekten, Linz)

Sachpreisrichter

Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger
Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr
Mag. Josef Kobler, Leiter der Kinder- und Jugend-Services Linz
Dr. Christian Strasser MBA, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Linz

TeilnehmerInnen

Am Wettbewerb nahmen acht Architekturbüros aus dem Raum Linz teil, die eine Aufwandsentschädigung von jeweils 4 500 Euro erhalten:

  • Architekten DI Marco Kienesberger – DI Michael Schröckenfuchs (Siegerprojekt)
  • Architekt DI Reinhard Morawetz
  • x-architekten DIin Bettina Brunner
  • Architektin DIin Olivia Schimek-Hickisch
  • anytime architekten (Mag. Christoph Weidinger, Mag. Jürgen Haller, DI Michael Grugl)
  • Architektin DIin Isa Stein
  • Architekt DI Thomas Eder
  • Architekten DI Heinrich Radler – DI Rudolf Kowatsch

Die Wettbewerbseinreichungen werden vom 28. März bis 8. April 2011 im Erdgeschoß des Neuen Rathauses ausgestellt.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger und Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr über die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für einen Hortzubau bei der Harbachschule)

Für Medienanfragen:
Christian Freimüller

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