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Beratungsgespräch
SOZIALES
Presseaussendung vom 12.01.2017

Gefragte Kompass-Sozialberatung

2016: Kostenlose Unterstützung für 6.653 KlientInnen

Menschen in Problemlagen können sich in Linz vertrauensvoll an fünf über das Stadtgebiet verteilte Kompass-Sozialberatungsstellen wenden. Die Stadt Linz bietet hier kostenlose Beratung und Unterstützung  – und das auf Wunsch auch anonym. 2016 sind die MitarbeiterInnen mehr als 6.600 LinzerInnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. 

Wie schon im Jahr zuvor war der Bereich Pflege und Betreuung am stärksten nachgefragt. Dazu zählt das Organisieren von mobilen Diensten sowie die Beratung und Bedarfserhebung für einen Platz in einem Linzer SeniorInnenzentrum. Darüber hinaus leisteten die Kompass-MitarbeiterInnen hauptsächlich Hilfestellung bei finanziellen Schwierigkeiten sowie bei Wohnproblemen und Delogierungsgefahr. Bei der Abwendung von Delogierungen waren sie besonders erfolgreich: Keine der betroffenen Familien wurde obdachlos.

„Mit unseren Sozialberatungsstellen haben wir ein niederschwelliges Angebot für alle LinzerInnen ab 18 Jahren geschaffen, die in schwierigen Lebenslagen Unterstützung brauchen. In den Kompass-MitarbeiterInnen finden sie AnsprechpartnerInnen, die sich vertraulich um ihre Anliegen kümmern. Noch dazu ist das Angebot kostenlos“, sagt Sozialreferentin Stadträtin Karin Hörzing.

Die Kompass-Sozialberatungsstellen sind erste Anlaufstellen für hilfesu-chende Menschen mit Beratungs-, Unterstützungs-, Versorgungs- und Pflegebedarf. Zielgruppe und KundInnen sind alle LinzerInnen ab 18 Jahren mit dem Hauptwohnsitz in Linz sowie deren Angehörige beziehungsweise ihr Lebensumfeld. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. 

Standorte sind das Neuen Rathaus – hier ist zusätzlich eine eigene Kompass-Beratung für Delogierungsprävention und unmittelbar existenzbedrohende Schulden eingerichtet –, das SeniorInnenzentrum Franckviertel, das SeniorInnenzentrum Neue Heimat sowie das Stadtteilzentrum Auwiesen.

21 MitarbeiterInnen (18 Vollzeitäquivalente) kümmern sich in den Sozialberatungsstellen um die Anliegen der LinzerInnen. Die Professionen umfassen diplomierte SozialarbeiterInnen, AbsolventInnen der Fachhochschule für Soziale Arbeit, SoziologInnen sowie SachbearbeiterInnen.

6.653 KlientInnen im Jahr 2016

Im vergangenen Jahr suchten 6.653 KlientInnen Unterstützung in einer städtischen Kompass-Sozialberatungsstelle. 61,85 Prozent davon waren Frauen, 38,04 Prozent Männer. 0,1 Prozent entfielen auf Institutionen und KooperationspartnerInnen.
Die Verteilung auf weibliche und männliche KlientInnen ist im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben. Die Nachfrage von Institutionen sinkt laufend und ist mit 0,1 Prozent verschwindend gering.

Pflege und Betreuung am stärksten nachgefragt

Die am meisten von den KlientInnen nachgefragten Bedarfsfelder waren wie schon in den Jahren zuvor auch 2016 der Bereich Pflege und Betreuung (65 Prozent), finanzielle Angelegenheiten (24 Prozent) und der Bereich Wohnen/Delogierungsprävention (7,6 Prozent).

Relativ gering fielen mit Werten von 0,1 und 0,2 Prozent im Vorjahr erneut die Beratungsleistungen zu Arbeit, Sucht und Gewalt aus.

Umfangreiches Leistungsangebot für SeniorInnen

Ältere LinzerInnen, die einen Pflegeplatz in einem SeniorInnenzentrum benötigen, sind in den Kompass-Sozialberatungsstellen an der richtigen Adresse.  Diese sind für die gesamte Heimobjektivierung in Linz zuständig. Dazu zählen die Erhebung/Abklärung des Pflege- und Betreuungsbedarfes, die Erarbeitung der Heimbewerbung sowie die Organisation der Pflege bis zur Heimaufnahme. Eine Beratung über mögliche Alternativen wird hier ebenfalls geboten. 2016 wurden insgesamt 890 Heimobjektivierungen durchgeführt.
Die Koordination der Mobilen Dienste läuft ebenfalls über Kompass. Die Diplom-Sozialarbeiterinnen klären den Pflegebedarf, die Wünsche und Bedürfnisse der KlientInnen und deren Angehörigen und vermitteln unter Berücksichtigung der häuslichen, sozialen und familiären Situation entsprechend Mobile Dienste. Die Beratungen der MitarbeiterInnen erfolgen häufig vor Ort durch einen Hausbesuch. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2.495 Hausbesuche absolviert, das sind um fünf mehr als im Jahr 2015.

Finanzielle Angelegenheiten

Alle LinzerInnen können sich mit Problemen in finanziellen Belangen vertraulich an die MitarbeiterInnen von Kompass wenden und erhalten individuelle Beratung und ausführliche Informationen. Mit der Erarbeitung von persönlichen Lösungsansätzen wird den Betroffenen nachhaltig geholfen. 2016 entfiel mit 24 Prozent knapp ein Viertel der Sozialberatungen auf diesen Bereich, 2015 lag der Anteil exakt bei 24,9 Prozent.

Erfolgreiche Verhinderung von Obdachlosigkeit

Eine wichtige Aufgabe der Sozialberatungsstellen liegt in der Delogierungsprävention. Neben der klassischen Beratungsleistung von Einzelpersonen und Familien bei Wohnproblemen erfolgt vor allem bei gerichtlich anhängigen Verfahren ein schriftliches Beratungsangebot für die betroffenen MieterInnen.

2016 ergingen insgesamt 571 gerichtliche Wohnungsaufkündigungen. Effektive Delogierungsmeldungen erfolgten im vergangenen Jahr 704, davon 419  an Einzelpersonen und 285 an Familien. Bei Delogierungsmeldungen an Familien ist die Sozialberatungsstelle verpflichtet, einen Kontakt mit den Betroffenen herzustellen. Insgesamt 316 längerfristige Beratungen entstanden aus den Wohnungsaufkündigungen beziehungsweise Delogierungsmeldungen.

Letztlich erfolgte bei 13 Familien eine Delogierung, wobei durch die Unterstützung der Sozialberatungsstellen keine von ihnen obdachlos wurde!

Finanzierung

Durch den Betrieb der Sozialberatungsstellen entstehen der Stadt Linz Kosten aus Sach- sowie Personalaufwendungen. Gemäß Oö. Sozialhilfegesetz ersetzt das Land den regionalen TrägerInnen diese Kosten zum Teil. 2016 belief sich diese Transferzahlung auf knapp 400.000 Euro. Somit finanzierte die Stadt Linz beinahe 75 Prozent der Gesamtkosten von 1,56 Millionen Euro selbst.

(Informationsunterlage von Sozialreferentin Stadträtin Karin Hörzing zur Pressekonferenz „Gefragte Kompass-Sozialberatung – Bilanz 2016“)

Sozialberatungsstellen Kompass

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