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Zwei Frauen beim Beratungsgespräch
SOZIALES
Presseaussendung vom 10.05.2017

Kostenlose Rechtsberatung zur Einkommenssicherung

Beratungsangebot und Vortragsreihe informieren Frauen über ihre Rechte rund um Partnerschaft und Familie

Finanzielle Unabhängigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Frauen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Die Erwerbsbiographien von Frauen sind jedoch vielfach durch Berufsunterbrechungen zur Betreuung von Kindern und Angehörigen sowie Zeiten der Teilzeitbeschäftigung geprägt. Dies kann für Frauen weitreichende Konsequenzen haben und gerade auch in der Pension existenzbedrohend sein. So erhalten Frauen in Österreich um 43 Prozent weniger Pension als Männer. Dementsprechend ist es wichtig, dass Frauen, sich früh genug über die Auswirkungen von Entscheidungen informieren und ihre Rechte kennen. Hier setzt das 2012 eingeführte Angebot die präventive Rechtsberatung an. Nicht erst im Krisenfall, sondern bereits vor der Familiengründung oder einer wichtigen Lebensentscheidung beraten Juristinnen des autonomen Frauenzentrums über Rechte und Ansprüche in der Partnerschaft bzw. nach einer etwaigen Trennung, sowie über allgemeine Fragen der finanziellen Absicherung.

„Durch unser Angebot versuchen wir Frauen noch VOR wichtigen Lebensentscheidungen über rechtliche und finanzielle Konsequenzen zu informieren, um ihnen mögliche Handlungsalternativen und Absicherungsmöglichkeiten aufzeigen zu können“ sagt Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.´

Steigende Nachfrage nach Beratung bei jungen Frauen

Das autonome Frauenzentrum bietet im Auftrag des Frauenbüros die kostenlose Rechtsberatung für Linzerinnen an. Durch das Angebot sollen Frauen besser über ihre Rechte und Ansprüche in Partnerschaften und bei etwaiger Trennung informiert werden. Das Projekt soll so auch mit dazu beitragen, die Armutsgefährdung von Linzerinnen mittel- bis langfristig zu mindern. Seit 2013 hat sich die Zahl der Klientinnen, die eine Beratung in Anspruch genommen haben von 155 auf 340 im Jahr 2016 mehr als verdoppelt. Besonders positiv ist dabei, dass immer mehr junge Frauen noch vor der Familienplanung zur Beratung kommen. Lag das Alter der Klientinnen 2012 und 2013 noch überwiegend zwischen 40 bis 49 Jahre, war im Jahr 2014 die Mehrzahl der Klientinnen erstmals in der Gruppe der 30-39 Jährigen zu finden. Dieser Trend hat sich 2015 und auch 2016 fortgesetzt. 15 Prozent der Klientinnen sind mittlerweile zwischen 20 und 29 Jahren alt.

Einkommenssicherung ist wichtigstes Thema

Die Einkommenssicherung für Frauen und ihre Kinder ist das drängendste Thema. Dementsprechend wurden Informationen zur vermögensrechtlichen Absicherung stark nachgefragt. Insgesamt standen folgende Themenfelder im Beratungsfokus:

  • Vermögensrechtliche Absicherung in aufrechter Lebensgemeinschaft und Ehe und damit verbunden Rechte und Ansprüche im Fall einer Trennung bzw. Scheidung (31,13 %)
  • Unterhaltsanspruch in aufrechter Ehe und nach Trennung/Scheidung (24,91 %)
  • Rechtsberatung im Zuge der Familienplanung (24,73%) 
  • Pensions- und sozialrechtrechtliche Absicherung (15,31 %)
  • Kinderbetreuungskarenz, Karenzmanagement und Wiedereinstieg (3,92%)

Gemeinsame Vortragsreihe zur Einkommenssicherung

Um Frauen auch in einem größeren Rahmen über die wichtigsten Fragen zur Einkommenssicherung zu informieren, läuft derzeit eine Veranstaltungsreihe des Frauenbüros zu den Themen Lebensgemeinschaft vs. Ehe, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zu Frauenpensionen.

Karenz und Wiedereinstieg in den Beruf

Am Donnerstag, 18. Mai setzt Mag.a Andrea Huber von der Arbeiterkammer die Vortragsreihe um 18 Uhr im Raum 443 im Alten Rathaus fort und informiert zum Thema „Karenz und Wiedereinstieg in den Beruf“. Der Vortrag vermittelt Wissenswertes zu folgenden Themen

  • Meldefristen vor und nach der Geburt
  • Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld 
  • Überblick über die Neuregelungen für Geburten ab 1.3.2017 (Kinderbetreuungsgeldkonto, Familienzeitbonus usw.) 
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Karenz (Teilung der Karenz usw.) 
  • Kündigungs- und Entlassungsschutz 
  • Zuverdienstmöglichkeiten während der Karenz und während des Kinderbetreuungsgeldbezuges

Lebensgemeinschaft, eingetragene Partnerinnenschaft und Ehe

Am Donnerstag, 1. Juni informiert Mag.a Christina Hengstschläger vom autonomen Frauenzentrum um 18 Uhr im Alten Rathaus über Rechte und Pflichten in Lebensgemeinschaft, eingetragener Partnerinnenschaft und Ehe.

  • Worin bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen Lebensgemeinschaft, eingetragene Partnerinnenschaft und Ehe?
  • Worauf muss ich im Fall einer Trennung achten? 
  • Wie sieht es aus, wenn gemeinsam Vermögenswerte, wie z. B. eine Wohnung angeschafft werden?
  • Muss ich für die Schulden meines Partners / meiner Partnerin aufkommen? 
  • Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich Unterhalt? 
  • Was ist, wenn der Partner / die Partnerin stirbt?

Anmeldung unter frauenbuero@mag.linz.at oder unter der Telefonnummer +43 732 7070 1191

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema Präventive Rechtsberatung zur Einkommenssicherung für Frauen. Weitere Gesprächspartnerinnen: Mag.a Christina Hengstschläger, autonomes Frauenzentrum und Mag.a Jutta Reisinger, Frauenbeauftragte der Stadt Linz)

Frauenbüro der Stadt Linz

Frauenzentrum

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